2018-08-13
ავტორი : Magda Tsotskhalashvili
Meine Deutschen

2017 war das Jubiläumsjahr der deutsch-georgischen Beziehungen. Im Büro von SovLab hörte man häufig das Wort „Deutsch“: Geschichten, die mit Deutschland zu tun hatten, deutsche Begriffe, Vor- und Nachnamen, geographische Bezeichnungen. Ich lauschte den Diskussionen über die wiederentdeckten Geschichten, die Sammlungen oder Blogs für das Georgisch-Deutsche Archiv. Manchmal kam ein Gedanke in mir auf, den ich aber bald wieder verwarf, weil ich keinen Bezug zwischen meinen Erinnerungen und den laufenden Projekten von SovLab sah. Trotzdem wollte ich immer sagen: „Wisst ihr, ich habe auch meine Deutschen“.

Ich hegte Zweifel: Inwiefern sind sie „meine“? Oder inwiefern könnte diese auf den ersten Blick einfache Geschichte, die sich vor 100 Jahren ereignet hatte, für Historiker interessant sein? Eine einfache Geschichte von zwei völlig unterschiedlichen, einander fremden Menschen, die der Schöpfer oder das Schicksal, eher vielleicht schicksalhafte Ereignisse miteinander verbanden und uns zu einer Familie machten?

Meine Deutschen sind die unscheinbaren, zweitrangigen Protagonisten der Geschichte des Anfangs des 20. Jahrhunderts, vielleicht auch Opfer, die in den Schatten dieser chaotischen Epoche verloren gingen wie Millionen von anderen Menschen, und nur in den Erinnerungen unserer Familie weiterleben, wie etwas sehr wichtiges und wertvolles.

Frau Genter, deren Vornamen ich nicht kenne, war eine wohlhabende deutsche Frau, die Ende des 19. Jahrhunderts zusammen mit ihren Neffen und Nichten Leonhard, Hanna und Marta in Russland, in Sankt Petersburg lebte. Auf unseren Familienbildern schrieb der Onkel meiner Mutter „Генте“ , ich vermute jedoch nach einer kleinen Recherche, dass sie Genter (Henter) hiess. Anfang des 20. Jahrhunderts ging Frau Genter pleite. Sie hatte in Sankt Petersburg schwierige Lebensbedingungen, so verkaufte sie alles und zog nach Wladikawkas, wo sie bald darauf starb.

Mit Familie Genter wären wir nie in Berührung gekommen, wäre nicht die Urgrossmutter meiner Mutter, Maria Kovaljeva. Sie wurde in einem kleinen Dorf in Russland geboren. Wegen der schlimmen Hungersnot Ende des 19. Jahrhunderts verliess sie ihre Heimat als junges Mädchen und ging zu Fuss zu ihrer Schwester nach Petersburg. Sie heiratete Alexej Kovaljev, der in einer Spiegelfabrik arbeitete, und gebar eine Tochter namens Olga, die Grossmutter meiner Mutter. Bald darauf starb ihr Ehemann. Mit der kleinen Olga, ohne Arbeit und ohne Geld lebte sie im Erdgeschoss des Hauses der Genter. Frau Genter war eine gütige Frau, sie gab Maria eine kleine Arbeit, bald freundete sie sich mit ihr an und bot ihr an, zu ihr in die Wohnung zu ziehen und die Hauswirtschaft zu übernehmen. Marias Tochter Olga zog sie zusammen mit ihren Neffen und Nichten auf und liess ihr entsprechende Bildung zukommen.

Womit beeindruckte Maria Frau Genter dermaßen? Wahrscheinlich damit, dass sie die Anforderungen dieser strengen deutschen Frau pedantisch erfüllte – Maria war eine wunderbare Köchin und sehr ordentlich. Vielleicht brauchte Frau Genter ein Dienstmädchen und entschied sich für Maria. Ich denke aber, dass es einfach zwischenmenschliche Sympathie war, die Frau Genter veranlasste, Maria und Olga zur Seite zu stehen. Diese Umstände machten sie später zu einer Familie.

Jahre später zog Maria mit Familie Genter nach Wladikawkas, nahm die Sorge um die Familie auf sich und ernährte dank ihrer kulinarischen Begabung die Familie, bis die Kinder selbständig wurden. 1921 kam Maria zusammen mit Olgas Familie nach Georgien und starb 1934 in Tbilissi.

Olgas Geschichte verlief so: Olga Kovaljeva-Zakaidze, die Grossmutter meiner Mutter, wurde in Sankt Petersburg geboren und erhielt Bildung in der Familie Genter. Später lernte sie den Grossvater meiner Mutter Alexandre Zakaidze in Wladikawkas kennen und heiratete ihn. 1921 kam Olga zusammen mit ihrem Ehemann und ihren Kindern nach Georgien, nach Tbilissi. Sie konnte nicht fliessend Georgisch sprechen, bei Fotoaufnahmen trug sie jedoch immer georgische Kleider, war eine modebewusste und kokette Frau. Sie starb 1954 in Tbilissi.



Olga Kovaljeva-Zakaidze


Alexandre Zakaidze wurde im Dorf Misaktsieli geboren. Wie damals üblich, liess er sich von revolutionären Ideen begeistern. In unserer Familie werden zahlreiche Legenden und Mythen über die Abenteuer von Alexandre bewahrt: er soll an dem terroristischen Anschlag auf den Gouverneur von Wladikawkas beteiligt gewesen sein und ihn zusammen mit seinen Freunden Seyt Razmadze und Sergo Gotsiridze vorbereitet haben. In Wirklichkeit war er ein begabter und geschickter Mensch, eröffnete ein Makunfaktur (Handwerkbetrieb) in Wladikawkas, eine Konditorei in Kislowodsk, hatte einen Weingarten in Stawropol und war gleichzeitig Vertreter einer Kreditanstalt. Nach der Revolution arbeitete er als Winzer im Laden von einer Genossenschaft. Er starb 1942 in Tbilissi.




Olga Kovaljeva-Zakaidze und Alexandre Zakaidze.

Nun zur Familie Genter:

Marta Genter lernte in Wladikawkas Sergo Gotsiridze, einen Freund von Alexandre Zakaidze, kennen und heiratete ihn später. Sergo Gotsiridze stammte aus dem Dorf Bugeuli in Ratscha, lernte später in Wladikawkas Alexandre Zakaidze kennen und war zuerst mit ihm, später auch mit Marta befreundet. Seine erste Frau war gestorben, bevor er Marta traf, und er hatte drei Kinder: Kote, Giorgi und Soso. Marta bekam keine eigenen Kinder, sie nahm sich der Erziehung der Stiefkinder an. Meine Grossmutter erzählte, dass Marta sie sehr liebte und ihrer Erziehung viel Aufmerksamkeit schenkte. Sie erzog sie nach strengen deutschen Regeln. Marta Genter-Gotsiridze starb 1970 im Dorf Bugeuli. Sie war die Einzige in der Familie Genter, die den größten Teil ihres Lebens in diesem Dorf in Georgien verbrachte und bis zum Ende ihres Lebens mit unserer Familie Kontakt hielt.



Marta Genter-Gotsiridze in Bugeuli.

Über Hanna Genter wissen wir nicht viel, wir haben nur ein Paar Bilder von ihr und in einem Brief ein paar handgeschriebene Wörter. Und wir wissen, dass sie eine Tochter namens Elia hatte. Elias (vermutlich Eleonora) Nachnamen kennen wir nicht, wir wissen nur, dass sie nach der Revolution nach Deutschland ausreiste. Meine Mutter erinnert sich vage, dass sie zu Hause gehört hatte, „Elia sympathisiere mit den Faschisten“.Wir haben nur einen einzigen Brief und ein paar Bilder von ihr.

Leonhard Genter, Frau Genters Neffe, war ein fröhlicher Mensch, spielte hervorragend Klavier, und war mit Mira verheiratet, deren Nachnamen wir nicht kennen. Sie hatten drei Kinder: Valeri, Eugen und Valentina. Ab 1917 verliert sich auch ihre Spur.


Mira und Leonhard Genter.

Das sind trockene Daten, zu Hause aber, wenn wir im Familienalbum blättern, erinnert sich meine Mutter oft an sie: „тетя Марта, дядя Леангард, Эля“ – Tante Marta, Onkel Leonhard, Elia – und erzählt die Geschichten, die sie von ihrer Mutter Rusudan gehört hat, meistens lustige Geschichten. Meine Schwester und ich hören jedesmal mit neuem Interesse zu und wiederholen „Tante Marta“ oder fragen „Ist das Onkel Leonhard?“. Ich weiss nicht, wann und wie diese uns völlig fremden Menschen Teil unserer Familien geworden sind. Vielleicht weil sich hinter diesen historischen Fakten und biographischen Angaben so viel Wärme und Unterstützung verbirgt. Gegenseitige Hilfe, die Geschichte, wie fremde Menschen zu einer Familie werden und die menschliche Seite dieser Geschichte sind das, was uns den Gentern so nahe gebracht hat. Meine Mutter wiederholt immer wieder, dass sie stets wie eine Familie gelebt haben. Als Maria Kovaljeva in Schwierigkeiten war, beherbergten sie die Genters in Sankt Petersburg und kümmerten sich um sie; und als wiederum Frau Genter in Wladikawkas starb und ihr Neffe und ihre Nichten allein zurückblieben, nahm sich Maria ihrer an und kümmerte sich um sie.



Die Familie Zakaidze-Kovaljev in Stawropol.

Aus allen Familiengeschichten, die sich in meinem Gedächtnis abgelagert haben, denke ich besonders gerne an die Zeit in Stawropol. Ich habe das Gefühl, dass diese Abschnitt im Leben meiner Vorfahren der sorgloseste und glücklichste war. Die Familie Zakaidze-Kovaljev lebte mit ihren Kindern Alexander, Giorgi und Rusudan im gleichen Haus, in dem zuvor zwischen 1910-1921 Leo Tolstoi gelebt hatte. Mehrmals im Jahr bekamen sie langen Besuch von Familie Genter – Leonhard mit Ehefrau Mira und ihren Kindern und Marta mit Ehemann Sergo Gotsiridze. Jedesmal, wenn ich das Familienalbumdurchblättere, beeindrucken mich die ruhigen Aufnahmen: Olga und Marta sitzen am Fenster und sticken, Leonhard spielt Klavier, die Kinder spielen im Hof, alle machen gemeinsam eine Schneeballschlacht im Hof oder sitzen beim Picknick am Lagerfeuer. Die Bilder des Zusammenseins der Familien Genter und Zakaidze-Kovaljev haben einen festen Platz in meinem Gedächtnis.



Olga Kovaljeva-Zakaidze und Marta Genter-Gotsiridze.

Von all den herzzerreißenden Geschichten, die ich gehört habe, mag ich am liebsten die des jungen Dienstmädchens Maria, die einen Förster geheiratet hatte. Olga erzählte, dass der Förster, obwohl gross und nicht gutaussehend, sehr sanftmütig war. Meine Mutter konnte mir nicht sagen, woher er Geige spielen konnte, man erinnerte sich jedoch in unserer Familie oft, wie die zu Besuch angereisten Genters von Maria regelmäßig zum Mittagessen ins Haus des Försters eingeladen wurden und sie eine kleine Überraschung erwartete. Denn Marias Ehemann stieg kurz vor dem Mittagessen aufs Dach und spielte dort Geige, so dass die über den Waldweg herankommenden Gäste die Musik genießen konnten.

Dieses sorglose Leben dauerte nicht lange an; der Onkel meiner Mutter, Alexandre Zakaize, erinnerte sich, dass sich im Jahre 1917 in Stawropol ebenso wie in anderen Teilen des Russischen Zarenreichs dramatische Ereignisse entwickelten. Er erzählte von endlosen Schüssen und empörenden Bildern, von Erschiessungen vor ihrem Haus im Park, von Durchsuchungen ihres Hauses, von den höhnischen, beleidigenden Rufen: „Bourgois“. Er sagte oft, dass manchmal die Roten die Weissen erschossen, manchmal andersherum.

Ab 1917 wird vieles anders im Leben „meiner Deutschen“ – Leonhards Spur von verliert sich hier. Und wir können nicht genau sagen, was mit Hanna und Elia geschehen ist: Konnten sie das revolutionäre Russland verlassen? Marta siedelte sich mit ihrem Ehemann Sergo Gotsiridzeim Dorf Bugeuli in Georgien an und widmete sich der Erziehung ihrer Stiefkinder.

Vor ihrer Reise nach Georgien schrieb Marta an meine Urgroßmutter:

„Liebe Olga, ich gratuliere Dir und Deiner Familie zum Osterfest, ich wünsche Dir fröhliche Festtage. Liebe Olga, warum antwortest Du mir nicht? Wir reisen Anfang Mai ab, freuen uns, sind aber auch traurig. Wisst Ihr, was passieren wird? Wie das Leben wird?… Grüsse mir alle, ich küsse Dich. Gib Deiner Mutter viele Küsse von mir. Auf Wiedersehen, Deine Marta.”

Auf der Rückseite eines Bildes, das Marta aus Bugeuli schickte, lesen wir vom traurigen und schweren Alltag – von Sorgen um Leonhard, um die Kinder und um Verwandte:

„Liebe Olga, bitte verzeihe, dass ich so lange nicht geschrieben habe: die Arbeit und die Sorgen haben mich erschöpft, ich kann kaum freie Zeit zum Erholen finden. Soweit sind wir alle noch am Leben. Wie geht es bei Euch? Wie laufen die Dinge? Wie ist die Gesundheit? Wohin reist Ihr im Sommer? Bei uns regnet es andauernd und es ist windig, auch der Weizen wurde schlecht, oft habe ich kein Material fürs Basteln, aus Moskau bekomme ich nichts, in Kutaisi kann man nichts kaufen, ich lege große Hoffnungen auf Kotiko: wenn er etwas findet, wird alles wieder gut. Alles ist so teuer und man kommt an nichts heran. Wie ihrem Brief zu entnehmen ist, hat die Mutter vor, zu Leo zu reisen, denn Leo will nicht hierher kommen. Auch hat er sehr viel zu tun, bewältigt seine Aufgaben sehr schwer. Soso muss die Mathematikprüfung wiederholen. Wie geht es Deiner Familie? Ich kann es kaum abwarten, wenn Goga mit dem Studium fertig ist. Es bleibt nur noch ein Jahr, danach wird alles leichter, im Moment bin ich in großer Not. Meine Nerven sind am zerreissen, mein Herz schmerzt. Ich bekomme grundlos unangenehme Anfälle, wahrscheinlich tauge ich nichts mehr. Bitte schreib mir ab und zu ein paar Worte, wenigstens sie sollen mein Herz erfreuen. Küsse an alle, in Liebe, Marta.”

Und so schrieben sie sich das ganze Leben Briefe, besuchten einander trotz der Schwierigkeiten und der Armut, teilten ihre Sorgen miteinander…

Einen Eindruck der schwierigen Zeit damals verschaffen uns ein paar Briefe, die in den Fotoalben erhalten sind: aus den traurigen und unruhigen Schreiben, den einfachen Erzählungen über den Alltag und herzlichen Grüssen erfahren wir, welche Schwierigkeiten sie zu bewältigen hatten, wie sie einander trösteten und Mut machten, wie sie aus der Fürsorge füreinander Kraft schöpften.


Marta Genter-Gotsiridze und Olga Kovaljeva-Zakaidze

Auf der Rückseite eines der Bilder (auf dem fast alle Genter abgebildet sind: Leonhard mit Ehefrau und Kindern, Hanna und Elia) schreiben Hanna und Elia:

„Liebe Tante Lelia (so nannten sie Olga), ich gratuliere Dir zu Deinem Namenstag und wünsche Dir viel Glück. Bitte erzähl mir, wie Du den Tag Deines Engels verbringst, wie es Dir geht. Ich schrieb an Onkel Sascha (Alexandre Zakaidze), dass meine Mutter und ich jetzt in Kosmitsa bei Onkel Leonhard sind, alle sind gesund, nur Rita leidet unter Kopfschmerzen. Gestern hatten wir einen Tanzabend, verbrachten eine fröhliche Zeit. Ich habe viel getanzt, vielleicht machen wir heute einen Bootsausflug. Ich bin sehr froh, dass ich den Sommer hier verbringen kann. Wenn Mutter die alten Häuser sieht, erinnert sie sich daran, wie sie dort mit ihrem Vater gelebt hat. Nächstes Jahr werde ich allein sein in Zhuk. (?), Mutter wird in Tsch. bleiben. Ich küsse Dich und alle. Elia.“

„Meine liebe Olga und meine Guten, ich gratuliere Dir zu Deinem Engelstag, wünsche Dir viel Glück und alles Gute. Schreib uns, wie es Dir geht. Küsse die Kinder, Sascha und Mutter. Deine Hanna.“


Rechts: Mira und Leonhard Genter.

Das sind letzte Nachrichten von Hanna und Elia. Danach verliert sich ihre Spur.

Wir wissen fast nichts darüber, wie Onkel Leonhard nach der Revolution lebte. Nur zwei Fotos sind uns erhalten, datiert auf April 1940 und der Inschrift „Dida mit Lioschka“, auf denen Onkel Leonhard altmodisch am Klavier sitzt und Olga hinter ihm steht. Wenn wir an Onkel Leonhard denken, hoffen wir vom ganzen Herzen, dass er ein schönes Leben hatte, dass er manchmal nach Tbilissi reiste, wie in den alten Zeiten Klavier spielte und alle mit seinen lustigen Geschichten unterhielt. Allerdings haben wir keine Briefe oder Fotos, die unsere Hoffnung bestätigen. Uns erschreckt allein der Gedanke, dass er dem sowjetischen oder dem Nazi-Regime zum Opfer gefallen sein könnte, so plötzlich endet seine Spur.


Leonhard Genter und Olga Kovaljeva-Zakaidze.

Das letzte, das im Gedächtnis unserer Familie über die Genters erhalten ist, ist dass Tante Marta ein Jahr vor der Hochzeit meiner Eltern 1970 starb. Nur ihr Ehemann Sergo Gotsiridze war bei der Feier dabei.

Heute bedauert meine Mutter, dass sie die Geschichten „unserer” Leute nicht detailliert aufgeschrieben hat, dass sie ihre Mutter und ihre Onkel nicht gründlich ausfragte. In ihrem Gedächtnis haben sich die Momentaufnahmen des Alltags eingeprägt: wie die Genters in Sankt Petersburg aus Ersparnisgründen Brötchen vom Vortag kauften, wie alle am Abend gemeinsam Tee tranken und den lustigen Geschichten von Onkel Leonhard lauschten. Wie „Tante Marta“ ihnen aus Bugeuli selbst angefertigte Stickereien schickte zusammen mit Lebensmitteln und wie sie zusammen mit ihrer Mutter die schon erkrankte Tante Marta in Tbilissi besuchte.

Die Geschichten „meiner Deutschen“ sind nur fragmentarisch und chaotisch in der Erinnerung unserer Familie erhalten. Leider weiss ich nichts von den Nachkommen der Genters. Ich blättere in den Fotoalben, lese die Briefe und erinnere mich mit großer Liebe an die Menschen, die ich gar nicht gekannt habe.

P. S. Während ich an diesem Beitrag arbeitete, breitete ich die Bilder, die Alben, die Dokumente und Briefe aus. Mein Neffe Luka, der mich besuchte, fragte, was das sei. Ich nahm ein Album und erzählte ihm: „Schau, das sind die Onkel Deiner Großmutter, Alexandre und Giorgi mit ihren Eltern. Das ist Onkel Leonhard mit seinen Kindern… Und das hier ist Tante Marta und das Haus, in dem sie gewohnt haben…“ Ich fing an, die Geschichte „unserer Leute“ zu erzählen, damit diese einfachen, menschlichen Geschichten niemals verschwinden… damit die Namen und die Geschichten derer, die uns lieb sind, für immer in Erinnerung bleiben...




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